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Markt & Wirtschaft Westfalen 03/2010

Nicht von der Stange.

Die BBM Maschinenbau und Vertriebs GmbH vertritt eine anspruchsvolle Philosophie: Ihre Maschinen müssen nicht nur technisch auf höchstem Stand sein, sondern auch Designansprüchen genügen.

Für die Umsetzung ihres Konzeptes hat der Maschinenbauer auf einen innovativen Partner gesetzt: die AUGUST DRECKSHAGE GmbH & Co. KG.

Sechs Meter lang, 2,20 Meter breit, drei Meter hoch: Die Blasformmaschine in der Halle der BBM Maschinenbau und Vertriebs GmbH wartet mit beeindruckenden Maßen auf. Eher klein dimensioniert sind hingegen die Produkte, die von der Maschine produziert werden. Aus Kunststoffgranulat entstehen Verpackungen wie Flaschen und Kanister oder technische Teile wie Luftführungen und Saugstutzen. Blickfang dieses technischen Wunderwerks ist die transparente und etwas gewölbte Einhausung. Diese einzigartige und ästhetische Konstruktion erfüllt nicht nur alle notwendigen Sicherheitsbestimmungen und Funktionalitäten, sondern ist zusätzlich noch ein gutes Beispiel für gelungenes Industriedesign. “Vor zwei Jahren haben wir ein völlig neues Maschinenkonzept entwickelt, das auf einer voll elektrischen Antriebstechnologie basiert. Diese einzigartigen technischen Innovationen sollten sich auch nach außen hin widerspiegeln, um die Besonderheiten zu dokumentieren. Gleichzeitig war es unser Anliegen, sich von der äußeren Gleichheit anderer Maschinen zu differenzieren und unseren Vorsprung zu untermauern,” sagt André Klug, Leiter Technischer Einkauf bei der BBM Maschinenbau und Vertriebs GmbH mit Sitz in Langenberg.

Mit einer klaren Vorstellung im Kopf beauftragte BBM einen niederländischen Industriedesigner, der ihre Idee entwickeln sollte. Der erste Prototyp ließ nicht lange auf sich warten. “Unser Ziel war es, das neu entwickelte Schutzgitter unbedingt auf unserer Hausmesse zu zeigen, um ein erstes Interesse zu wecken. Angesichts des engen Zeitplans gaben wir uns mit dem Ergebnis zufrieden, obwohl es nicht hundertprozentig unseren Wünschen entsprach,” erläutert der Einkaufsleiter. Auf dieser Veranstaltung sollten dann jedoch die richtigen Weichen für das Anliegen des anspruchsvollen Maschinenherstellers gelegt werden.

Vertreter aus dem Hause DRECKSHAGE ließen sich für die neue Herausforderung begeistern.

Seit einigen Jahren liefern sie bereits alle Schutzzäune und Gestelle aus dem KANYA-Profilbaukasten nach Zeichnungen von BBM. “Diese Standardeinhausungen waren bisher lediglich auf Sicherheit und Funktionalität ausgerichtet”, beschreibt Frank Schmidt, Produktmanager PROFILE I SYSTEME im Hause DRECKSHAGE. “Die neue, anspruchsvolle Aufgabe war auch für uns eine besondere Herausforderung, die unsere Ingenieure und Konstrukteure in enger Kooperation mit BBM jedoch gerne in Angriff genommen haben. Schließlich hat uns auch das vorgegebene Design überzeugt. Der Entwurf auf dem Papier war jedoch das eine, die Umsetzung in die Realität das andere”, so Frank Schmidt weiter. Besonderheit dieses Projektes war die Vorgabe, ein grundsätzlich starres Aluminiumprofil rund zu walzen, damit eine gewölbte Form für die transparente Schutzeinhausung geschaffen werden konnte. “Die erste Mustertür war zu platzaufwendig, Kunden, die mehrere Maschinen in einer Halle aufstellen, stoßen da schnell an ihre Raumkapazitäten. Diese Vorgabe musste in jedem Fall Berücksichtigung fingen”, beschreibe André Klug die Problematik. Nach Rücksprache mit den Konstrukteuren im Hause DRECKSHAGE wurde die Schutzhülle modifiziert und schließlich ein bislang einzigartiges, modular aufgebautes, gebogenes Maschinen-Schutzsystem geschaffen. “Das war ein guter gemeinsamer Nenner, so dass wir mit der Umsetzung beginnen konnten”, freut sich André Klug über das Ergebnis, das schnell auch von begeisterten Kunden gelobt wurde. “Dieses Projekt zeigt, dass Qualität und Design auch in diesem Bereich eine wichtige Rolle spielen. Auch hier gilt, der erste Eindruck ist entscheidend.”

Die Auseinandersetzung mit dem Besonderen liegt den Bielefeldern.

“Wichtig ist, dass man bei der Umsetzung solcher Projekte auf einen Partner setzen kann, der unsere Sprache spricht und der uns mit unseren Ideen ernst nimmt”, beschreibt André Klug. Die höchsten Designansprüchen genügenden Schutzeinhausungen zieren mittlerweile standardmäßig alle BBM-Maschinen.

Begeisterung herrscht auch im Hause DRECKSHAGE. Hier haben sich zwei Mitarbeiter auf die besonderen Anforderungen des Kunden spezialisiert. Die Auseinandersetzung mit dem Besonderen liegt den Bielefeldern. “Wir haben neben BBM zahlreiche Kunden, die mit speziellen Anliegen an uns herantreten und deren Wünsche nicht “von der Stange” realisierbar sind. Diese Aufgaben nehmen wir gerne an. Außergewöhnliche Projekte in der Praxis umzusetzen, ist unsere Stärke und unser Alleinstellungsmerkmal”, so DRECKSHAGE- Produktmanager Frank Schmidt.

Die nächste Herausforderung von BBM lässt nicht lange auf sich warten. “Zur Kunststoffmesse K im Herbst möchten wir mit einer neuen Innovation aufwarten. Die Idee existiert bereits. Erste Gespräche zur Umsetzung haben wir mit den Spezialisten bei DRECKSHAGE geführt”, so André Klug.

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