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Markt & Wirtschaft Westfalen 01/2012
Noch immer wird in den Produktionsbetrieben, oftmals aus Unkenntnis, zu viel verschwendet:
Dass es auch anders gehen kann, zeigte die Kundenveranstaltung der AUGUST DRECKSHAGE GmbH & Co. KG. Hier standen theoretische Grundlagen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten zur Prozessoptimierung auf der Agenda.
Schon die Einladung an die Unternehmensvertreter klang eindrucksvoll und motivierend zugleich. In großen Lettern offerierte DRECKSHAGE ein Angebot, das man nicht ablehnen konnte: „Schlanker, produktiver, fitter. Wie Sie Ihre Produktion für die Zukunft rüsten”. Zahlreiche Unternehmer und Mitarbeiter machten von dem „Fitnessangebot” Gebrauch und kamen zu der Veranstaltung des Bielefelder Zulieferers für den Maschinenbau. Schließlich war man hier dem „Geheimnis für mehr Fitness” im Produktionsablauf auf der Spur und konnte außerdem erfahren, wie man sich langfristig und in kleinen Schritten zur Weltklassefabrik entwickeln kann.
In Kooperation mit dem CETPM (Center of Exellence for TPM) der Hochschule Ansbach, eine der führenden Organisationen für betriebliche Verbesserungsprozesse, stand das Thema „Fit für Lean” auf der Tagesordnung. Veranstaltungsort war das Bad Oeynhauser Innovationszentrum Fennel, das seit dem vergangenen Jahr Lehrfabrik der Ansbacher Hochschule für den Raum Norddeutschland ist. Auch die Bielefelder unterstützen die Einrichtung, gilt doch seit Jahren die Kooperation mit Forschung und Wissenschaft als wichtiger Part der Unternehmensphilosophie.
Die Themen Produktivitätssteigerung und Wertschöpfungserhöhung stehen seit Jahren bei DRECKSHAGE auf der Agenda.
Regelmäßig werden Prozesse unter die Lupe genommen, um mögliche Verschwendung zu reduzieren und in kleinen, nachvollziehbaren Schritten die Produktivität zu erhöhen. Forschung und Entwicklung von Produkten, die die Wertschöpfung erhöhen, gehören seit langem zu den Herausforderungen des Mittelständlers. Mit seinen innovativen Lösungen in den Geschäftsfeldern „Werkstoffe“, „Lineartechnik“, „Profile und Systeme“ ist das Traditionshaus für die wirtschaftliche und unkomplizierte Umsetzung optimaler Produktionsprozesse bekannt.
Seit einigen Jahren hat DRECKSHAGE das flexible Rohrklemmsystem zur Umsetzung der Kaizen- und Lean Manufacturing-Gedanken im Programm. Dieses mittlerweile auf dem Markt etablierte System verdankt seinen Erfolg einer unermüdlichen Entwicklungsarbeit, die in enger Zusammenarbeit mit den Kunden entstanden ist. „Die starke Konzentration auf die Bedürfnisse der Kunden und das gemeinsame Suchen nach einer Problemlösung bringen immer wieder hervorragende Ergebnisse hervor. Im Vordergrund steht grundsätzlich die Motivation, wie Unternehmen ihren Produktionsprozess effektiver und reibungsloser gestalten können“, so Werner Schäper, Mitglied der Geschäftsleitung.
Lean Management hat ein klares Ziel vor Augen: operative Exzellenz
„Unternehmen aller Branchen sind heute mehr denn je gefordert, im globalen Wettbewerb ein konkurrenzfähiger Produktionsstandort zu bleiben. Dazu ist es erforderlich, die Prozesse in unseren Betrieben bis ins Kleinste optimal zu gestalten. Dies bedeutet: Smarter organisieren und Verschwendung eliminieren. Und das mit ganz einfachen Mitteln”, beschreibt Werner Schäper die aktuelle Herausforderung.
Wie so etwas funktionieren kann, das erlebten die Teilnehmer der vergangenen Veranstaltung. Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Constantin May von der Hochschule Ansbach mit dem Titel „Wettbewerbsfähigkeit durch Operative Exzellenz”, waren die Gäste gefordert, ihr theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden. Dazu wurden kleine Teams gebildet: Ihre Herausforderung, eine konkrete Aufgabenstellung – mit Unterstützung eines Coach – in eine praktische Lösung umzusetzen.
Dazu ging es in die Lehrwerkstatt und hier fanden die motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer genügend Material aus dem Hause DRECKSHAGE, dass zur praktischen Auseinandersetzung geradezu einlud. Das Rohrklemmsystem spielte an diesem Abend eine große Rolle – die innovative Eigenentwicklung der Bielefelder ist geradezu prädestiniert für effektives Produzieren und sollte hier zur Entwicklung und zum Bau eines Fahrradmontageständers dienen.
Für viele war es eine gewinnbringende Veranstaltung: Mit klaren Vorstellungen, motiviert, die eigenen Prozesse und die Verschwendungspotenziale unter die Lupe zu nehmen, gingen sie in ihr Unternehmen zurück. „Da steckt vielfach noch großes ungenutztes Potenzial. Man muss sich nur daran wagen”, zieht ein Unternehmer Bilanz.
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