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1.Forum Arbeitsplatzoptimierung bei Dreckshage

Kundenforum Kaizen bei DRECKSHAGE

Mehr Wertschöpfung

Markt & Wirtschaft Westfalen 07/2010

Wie durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) Verschwendung vermieden wird und sich konkrete Optimierungspotenziale eröffnen, zeigte das Bielefelder Unternehmen DRECKSHAGE beim 1. Forum Arbeitsplatzoptimierung. Viele Unternehmensvertreter erhielten hier konkrete Anregungen für die eigene Praxis.

Ein übersichtlicher und ordentlicher Arbeitsplatz in der Werkshalle der August DRECKSHAGE GmbH & Co. KG.: Ein für den Bereich Werkstoffe zuständiger Mitarbeiter bearbeitet mit Hilfe einer kleinen Tischmaschine die Kanten eines Werkstoffes. Hier werden Flachstähle nach Kundenwunsch an den Längs- und Stirnseiten mit einer Fase versehen. Jeder Handgriff sitzt, jeder Arbeitsschritt ist routiniert, jedes bearbeitete Werkstück wird übersichtlich abgelegt. Der in ergonomischer Höhe befindliche Arbeitstisch sorgt zudem für entspanntes und ermüdungsfreies Arbeiten.

Noch vor Monaten bot sich hier ein anderes Bild. Die Kantenbearbeitung von Werkstoffen erfolgte zwar auch nach Kundenwunsch und das Endprodukt erfüllte alle Qualitätskriterien. Dennoch vermittelte der Arbeitsplatz einen anderen Eindruck, nicht benötigte Materialien lagen hier herum, eine mögliche Verletzungsgefahr des Mitarbeiters beim Auspacken der Werkstoffe war nicht ausgeschlossen, zusätzliche Materialien mussten bei Bedarf erst herbeigeschafft werden. “Ich hatte damals nicht das Gefühl, das hier etwas nicht funktionierte. Unser Blick ermöglichte noch keine andere Sichtweise. Erst durch die Beschäftigung mit KVP haben sich unsere Augen geöffnet”, sagt Ralf Keller, Lagerleiter Werkstoffe. “Heute ist es beeindruckend zu sehen, wie die Mitarbeiter ihre eigenen Ideen einbringen, diese umzusetzen versuchen und nach weiteren Verbesserungen suchen. KVP hat zu einem anderen Denken und einer anderen Auseinandersetzung mit dem täglichen Tun bei den Mitarbeitern geführt”, zieht der Lagerleiter ein positives Zwischenfazit, denn die Auseinandersetzung geht weiter.
Seit Beginn dieses Jahres beschäftigt sich das Team mit KVP. In mittlerweile allen Geschäftsfeldern lassen sich erste Erfolge erkennen.

Der noch junge KVP-Prozess im Hause DRECKSHAGE hat schon einiges in Bewegung gesetzt, vieles befindet sich noch in der Realisierung.

In Kooperation mit der Unternehmensberatung U², die sich seit Jahren mit dem Thema KVP beschäftigt, haben die Bielefelder diese aus Japan kommende Philosophie schätzen gelernt. Hinter dieser praktischen Vorgehensweise verbirgt sich die Vorstellung, Prozesse unter die Lupe zu nehmen, mögliche Verschwendung zu reduzieren und in kleinen, nachvollziehbaren Schritten die Produktivität zu erhöhen.
Joachim Stoiber, Geschäftsführer von U², hat in den vergangenen Jahren in zahlreichen Unternehmen den Blick für die Verschwendung in der Produktion, der Entwicklung und auch der Verwaltung geschärft. !Vielfach wird Verschwendung im täglichen Geschäft nicht wahrgenommen. Wir akzeptieren leider zu viel Verschwendung!, so der KVP-Spezialist, der Verschwendungspotenziale primär in zu langen Wegen, großen Beständen und im Transport sieht. Der Feind jedes Unternehmens seien aber auch lange Wartezeiten, Mehrarbeit und Überproduktion.

Es seien die kleinen Schritte, die unter Einbeziehung der Mitarbeiter in Gang gesetzt würden und dieses Denken müsse gelebt und dauerhaft lebendig bleiben, ist Stoiber überzeugt.
“Es ist wunderbar, wenn wir die Verschwendung im Unternehmen erkennen. Daraus eröffnen sich viele Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern und die ist wiederum die beste Standortsicherung, die wir haben”, so Joachim Stoiber.

““In den letzten zwei Jahren waren viele Unternehmen gezwungen, sich über Kostenreduzierung und Arbeitsplatzoptimierung Gedanken zu machen. Seit gut 20 Jahren fertigen wir mit dem KANYA-Baukastensystem ungeahnte Vielseitigkeit und professionelle Lösungen zur Betriebseinrichtung und Arbeitsplatzoptimierung. Hier zeigt sich, wie sich der operative Teil mit unseren Mitteln beherrschen lässt”, beschreibt Werner Schäper, Mitglied der Geschäftsleitung, die doppelte Motivation für das Thema Kaizen. Schließlich entwickelt der Zulieferer für den Maschinenbau nicht nur Lösungen zur Arbeitsplatzoptimierung, sondern praktiziert sie auch im eigenen Arbeitsalltag.

Für die Bielefelder KVP-Anhänger ist der im Februar begonnene Prozess erst der Anfang. “Wir haben einiges schon erreicht, andere Ideen befinden sich noch in der Umsetzung- das treibt uns weiter an und steigert die Motivation aller Mitarbeiter von sich aus, Barrieren und Leerwege in wertschöpfende Arbeit zu verwandeln”, so Werner Schäper.

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